Escrow
Aktualisiert am
Kurz erklärt
Escrow ist ein Treuhandverfahren: Eine dritte Partei hält eine Zahlung zurück, bis beide Seiten ihre Pflichten erfüllt haben. Auf Darknet-Märkten übernimmt das meist der Markt selbst.
Escrow ist im normalen Geschäftsleben verbreitet, etwa beim Immobilienkauf über ein Notaranderkonto. Auf Darknet-Märkten soll es das Vertrauensproblem zwischen anonymen Käufern und Händlern lösen.
So funktioniert es
- Der Käufer zahlt an den Markt, nicht direkt an den Händler.
- Der Markt hält das Geld zurück.
- Bestätigt der Käufer den Erhalt, gibt der Markt das Geld frei.
- Bei Streit entscheidet ein Moderator des Marktes.
Varianten
- Finalize Early (FE): Der Händler verlangt die Freigabe vor der Lieferung. Das Risiko liegt dann allein beim Käufer.
- Multisig: Mehrere Schlüssel müssen einer Zahlung zustimmen, sodass der Markt sie nicht allein abziehen kann. Diese Variante ist sicherer, wird aber selten genutzt.
Die Schwachstelle
Beim zentralen Escrow sammelt sich viel Geld beim Markt. Genau das macht Exit-Scams lohnend: Betreiber schalten den Markt ab und behalten alle zurückgehaltenen Zahlungen. Bei einer Beschlagnahmung fällt das Geld zudem den Behörden zu.
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Verwandte Begriffe
Quellen
- WikipediaEscrow abgerufen am 21.10.2026
- WikipediaDarknet market abgerufen am 21.10.2026