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Tails installieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Tails auf einen USB-Stick installieren: Download prüfen, Stick mit Rufus oder dd beschreiben, vom Stick starten und Persistent Storage einrichten.

Redaktion Darknet KompassAktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Du brauchst einen USB-Stick mit mindestens 8 GB, einen 64-Bit-Computer mit Intel- oder AMD-Prozessor und etwa eine Stunde Zeit.
  • Lade Tails nur von tails.net und prüfe den Download, bevor du ihn auf den Stick schreibst.
  • Unter Windows empfiehlt Tails das Programm Rufus; balenaEtcher wird seit 2025 nicht mehr empfohlen.
  • Macs mit Apple-Chip werden nicht unterstützt; bei Intel-Macs startet man mit gedrückter Wahltaste vom Stick.
Inhalt

Um Tails zu installieren, lädst du das USB-Abbild von tails.net, prüfst den Download, schreibst ihn auf einen USB-Stick mit mindestens 8 GB und startest den Computer von diesem Stick. Unter Windows hilft das Programm Rufus, auf dem Mac das Terminal, unter Linux das Programm „Laufwerke“. Insgesamt dauert das etwa eine Stunde. Aktuell ist Tails 7.15 vom 13. Oktober 2026.

Was du brauchst

AnforderungDetails
USB-StickMindestens 8 GB, nur für Tails; alle Daten darauf werden gelöscht
Computer zum ErstellenWindows, macOS oder Linux
Zielcomputer64-Bit-Prozessor (Intel oder AMD), mindestens 3 GB Arbeitsspeicher, Start von USB möglich
Nicht möglichMacs mit Apple-Chip, Smartphones, Tablets
DownloadRund 1,5 bis 2 GB
ZeitEtwa eine Stunde, davon rund eine halbe Stunde für die Installation

Schritt 1: Herunterladen

Öffne tails.net und wähle die Installationsanleitung für dein aktuelles Betriebssystem. Lade das USB-Abbild (Dateiendung .img) herunter – entweder direkt oder per BitTorrent. Speichere es in deinem normalen Download-Ordner, nicht auf dem USB-Stick.

Schritt 2: Download prüfen

Die Prüfung stellt sicher, dass du ein echtes, unverändertes Tails erhalten hast:

  • BitTorrent: Der Torrent-Client prüft die Datei automatisch.
  • Direkter Download: Nutze die Prüfung direkt auf der Tails-Website (in einem aktuellen Browser) oder prüfe die OpenPGP-Signatur, wie in PGP-Signaturen prüfen beschrieben.

Schlägt die Prüfung fehl, lade die Datei erneut herunter.

Schritt 3: Den Stick beschreiben

Unter Windows: Rufus

Tails empfiehlt Rufus. Von balenaEtcher rät das Projekt seit 2025 ab, weil es Informationen an sein Unternehmen weitergibt.

  1. Lade Rufus von der offiziellen Website und starte es. Die Frage nach automatischen Updates kannst du mit „Nein“ beantworten.
  2. Wähle unter Laufwerk deinen USB-Stick.
  3. Wähle über Auswahl die heruntergeladene .img-Datei.
  4. Klicke auf Start und bestätige, dass alle Daten auf dem Stick gelöscht werden.

Unter macOS (nur Intel-Macs): Terminal

Prüfe zuerst unter Apple-Menü → „Über diesen Mac“, ob dein Mac einen Intel-Prozessor hat. Mit Apple-Chip funktioniert Tails nicht. Tails beschreibt für den Mac den Weg über das Terminal mit den Befehlen diskutil (um den Stick zu finden) und dd (um das Abbild zu schreiben).

Unter Linux: Laufwerke (GNOME Disks)

Öffne das Programm Laufwerke, wähle den USB-Stick, öffne das Menü und wähle „Laufwerksabbild wiederherstellen“. Wähle die .img-Datei und bestätige. Erfahrene Nutzer können auch dd verwenden.

Schritt 4: Vom Stick starten

Windows-PC: Halte in Windows die Umschalttaste gedrückt, während du im Startmenü auf Ein/Aus → Neu starten klickst. Wähle danach „Gerät verwenden“ bzw. das Boot-Menü. Alternativ drückst du beim Einschalten die Boot-Menü-Taste deines Herstellers:

HerstellerTypische Taste
Acer, Dell, Lenovo, Toshiba, HuaweiF12
HPF9
Asus, SamsungEsc
MSI, SonyF11
IntelF10

Wähle den USB-Stick und drücke Enter. Tails startet nach einigen Sekunden automatisch.

Intel-Mac: Halte direkt nach dem Startton die Wahltaste (⌥) gedrückt, bis die Liste der Startlaufwerke erscheint. Der Stick heißt dort oft „EFI Boot“. Zeigt macOS eine Sicherheitsmeldung zu externen Startlaufwerken, musst du das Starten von externen Medien im Startsicherheitsdienstprogramm erlauben.

Schritt 5: Der Willkommensbildschirm

Nach ein bis zwei Minuten erscheint der Willkommensbildschirm. Wähle Sprache und Tastaturbelegung und klicke auf Tails starten. Anschließend verbindest du dich mit Tor – bei Bedarf über eine Bridge, siehe Tor-Bridges.

Schritt 6: Persistent Storage einrichten (optional)

Wenn du Dateien, Lesezeichen oder Einstellungen behalten willst, richte den verschlüsselten Persistent Storage ein: Öffne das Menü Apps → Tails → Persistent Storage, wähle eine starke Passphrase und die Funktionen, die gespeichert werden sollen. Ab dem nächsten Start fragt Tails, ob du ihn entsperren willst.

Aktualisieren

Tails zeigt beim Start an, wenn eine neue Version verfügbar ist. Ab Tails 7.0 lässt sich in der Regel automatisch aktualisieren, und der Persistent Storage bleibt erhalten. Eine erneute Installation über einen bestehenden Stick löscht dagegen den Persistent Storage. Installiere Updates zeitnah – sie enthalten regelmäßig Sicherheitskorrekturen für den Tor Browser.

Was Tails leistet und wo seine Grenzen liegen, erklärt Tails OS erklärt.

Häufige Fragen

Welche Datei brauche ich – .img oder .iso?

Für den USB-Stick die .img-Datei. Die .iso-Datei ist für DVDs und virtuelle Maschinen gedacht.

Wie aktualisiere ich Tails?

Tails meldet neue Versionen beim Start und aktualisiert sich bei Versionen ab Tails 7.0 meist automatisch. Der Persistent Storage bleibt dabei erhalten. Eine Neuinstallation über einen bestehenden Stick löscht ihn dagegen.

Mein Computer startet nicht vom Stick. Was tun?

Probiere das Boot-Menü über die passende Taste deines Herstellers, einen anderen USB-Anschluss oder einen anderen Stick. Prüfe in den Firmware-Einstellungen, ob Starten von USB erlaubt ist.

Quellen

  1. TailsInstall Tails from Windows abgerufen am 20.10.2026
  2. TailsInstall Tails from macOS abgerufen am 20.10.2026
  3. Tails / Tor ProjectAbout Tails abgerufen am 20.10.2026
  4. Tor Project BlogNew Release: Tails 7.0 abgerufen am 20.10.2026
  5. Warp2SearchTails 7.15 Released abgerufen am 20.10.2026

Redaktion Darknet Kompass

Redaktion

Die Redaktion recherchiert, schreibt und prüft alle Inhalte nach den veröffentlichten Redaktionsgrundsätzen. Jeder Artikel nennt seine Quellen.

Zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2026

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