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Prüfen, ob deine Daten im Darknet sind

Mit welchen seriösen Diensten du prüfst, ob deine E-Mail-Adresse oder Passwörter in Datenleaks auftauchen, wie sie arbeiten und was du bei einem Treffer tust.

Redaktion Darknet KompassAktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Seriöse, kostenlose Leak-Checker sind der HPI Identity Leak Checker, der Leak Checker der Universität Bonn und Have I Been Pwned.
  • Sie vergleichen deine E-Mail-Adresse mit bekannten Leaks – rund 19 bzw. 17,8 Milliarden Datensätze.
  • Ein Treffer heißt: Passwort ändern, wiederverwendete Passwörter ersetzen, Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
  • Ein unauffälliges Ergebnis ist keine Garantie – die Dienste kennen nur Leaks, die ihnen vorliegen.
Inhalt

Ob deine Daten in einem Datenleak aufgetaucht sind, kannst du kostenlos und in wenigen Minuten prüfen. Seriöse Leak-Checker vergleichen deine E-Mail-Adresse mit Milliarden Datensätzen aus bekannten Leaks und zeigen dir, ob und wo du betroffen bist. Bei einem Treffer gilt: Passwörter ändern und Konten absichern.

Die seriösen Dienste

DienstBetreiberSo funktioniert erDatensätze (laut Betreiber)
HPI Identity Leak CheckerHasso-Plattner-Institut, Universität PotsdamE-Mail-Adresse eingeben, Ergebnis kommt per E-Mailrund 19 Mrd.
Leak Checker der Universität BonnUniversität BonnE-Mail-Adresse eingeben, Ergebnis kommt per E-Mailkeine Angabe
Have I Been PwnedSicherheitsexperte Troy HuntE-Mail-Adresse eingeben, Ergebnis sofort, auf Englischrund 17,8 Mrd.

Die deutschen Dienste schicken das Ergebnis an die geprüfte Adresse. So kann niemand fremde Adressen ausspähen.

Schritt für Schritt

  1. Dienst wählen: einen der oben genannten Dienste über seine offizielle Adresse aufrufen.
  2. E-Mail-Adresse eingeben: alle Adressen prüfen, die du nutzt oder genutzt hast – auch alte.
  3. Ergebnis auswerten: Welche Dienste waren betroffen? Welche Daten – Passwörter, Telefonnummern, Adressen, Geburtsdaten?
  4. Konten absichern: siehe unten.
  5. Benachrichtigung einrichten: Have I Been Pwned informiert dich auf Wunsch über künftige Leaks. Viele Passwortmanager warnen automatisch.

Was bei einem Treffer zu tun ist

Betroffene DatenWas du tun solltest
PasswortSofort ändern – und überall, wo du dasselbe Passwort nutzt
E-Mail-AdresseMit mehr Phishing rechnen, Links in Mails besonders kritisch prüfen
TelefonnummerVorsicht bei SMS und Anrufen, die nach Codes oder Daten fragen
Adresse, GeburtsdatumAuf ungewöhnliche Post, Bestellungen oder Mahnungen achten
KreditkarteKarte bei der Bank sperren lassen
AusweisdatenWachsam bleiben, bei Missbrauch Anzeige erstatten

Ausführlich: Was tun nach einem Datenleak?.

Was die Dienste nicht können

  • Nur bekannte Leaks: Die Dienste kennen nur Daten, die ihren Betreibern vorliegen. Ein unauffälliges Ergebnis heißt nicht, dass deine Daten sicher sind.
  • Keine Löschung: Geleakte Daten lassen sich nicht aus dem Darknet entfernen.
  • Nicht jede Datenart: Viele Leaks enthalten nur Teile, etwa E-Mail-Adresse ohne Passwort.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Manche Websites und Apps werben mit „Darknet-Scans“ und verlangen dafür Geld oder viele persönliche Daten. Achte auf:

  • ein klares Impressum und eine Datenschutzerklärung,
  • die Zusage, Eingaben nicht für andere Zwecke zu speichern,
  • niemals Passwörter auf einer Website einzugeben, die prüfen will, ob sie geleakt wurden.

Vorbeugen ist besser

Die beste Absicherung gegen die Folgen von Leaks sind einzigartige Passwörter für jedes Konto, ein Passwortmanager und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Anleitungen: Sichere Passwörter und Passwortmanager und Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Häufige Fragen

Sind kostenpflichtige ‚Darknet-Scans‘ besser?

Nicht unbedingt. Viele kostenpflichtige Angebote greifen auf ähnliche Datenquellen zurück. Für Privatpersonen reichen die seriösen kostenlosen Dienste meist aus. Vorsicht bei Anbietern ohne klares Impressum und Datenschutzerklärung.

Ist es sicher, meine E-Mail-Adresse dort einzugeben?

Bei den genannten Diensten ja. Sie sind seit Jahren etabliert und erklären, wie sie mit Eingaben umgehen. Gib aber niemals dein Passwort auf einer Website ein, die angeblich prüfen will, ob es geleakt wurde.

Kann ich auch Passwörter prüfen?

Have I Been Pwned bietet eine Passwortprüfung an, bei der das Passwort nicht übertragen wird, sondern nur ein Teil seines kryptografischen Fingerabdrucks. Viele Passwortmanager nutzen dieses Verfahren und warnen automatisch vor geleakten Passwörtern.

Quellen

  1. Verbraucherzentrale NRWSo finden Sie heraus, ob Ihre Login-Daten gestohlen wurden abgerufen am 20.10.2026
  2. t3nDatenleck? Leak-Checker, Schufa und Passwortmanager: So prüfst du Identitätsdiebstahl abgerufen am 20.10.2026
  3. Troy HuntHave I Been Pwned abgerufen am 20.10.2026

Redaktion Darknet Kompass

Redaktion

Die Redaktion recherchiert, schreibt und prüft alle Inhalte nach den veröffentlichten Redaktionsgrundsätzen. Jeder Artikel nennt seine Quellen.

Zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2026

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